1000 Jahre Buer !
Ein Hauch von Mittelalter ...  

Stadtwache am Ortseingang: Ein begehrter Job im öffentlichen Dienst. Drachen über dem Rathausturm: Sie wurden in späteren Jahrhunderten von den Stadttauben von ihren Nistplätzen verdrängt.

In der Geschichte Buers zu stöbern, ist schon eine spannende Sache. Eifrige Heimatforscher und ortverbundene Einwohner haben unermüdlich über viele Jahre hinweg buersche Schätze in Form von Bildern, Postkarten und anderen Dokumenten zusammengetragen. Eine ganze Reihe ihrer interessanten Veröffentlichungen sind in buerschen Buchläden zu erwerben. Ihnen allen sei an dieser Stelle besonderer Dank ausgerichtet.

Schon damals war das tägliche Scharmützel an der Ortsgrenze zu Gelsenkirchen durchaus üblich.


Sehr viele geschichtliche Unterlagen sind natürlich ab der Industrialisierung erhalten, nicht zuletzt, weil die Entwicklung der Fotografie mit zahlreichen Bildern dazu beiträgt. Aber vor Beginn des 18. Jahrhunderts wird die Ausbeute immer schwieriger.

Die Eigensicherung wurde von den Buerschen Ordnungshütern nicht vernachlässigt, wenn auch in etwas unbequemer Form.

Gehen wir noch weiter zurück, sind nur noch sehr wenige Dokumente erhalten, teilweise existieren auch nur Abschriften aus späterer Zeit. So zum Beispiel die Urkunde, die unsere 1000-Jahr-Feier rechtfertigen soll: Das authentische Pergament des Kölner Erzbischof Heribert vom 1. 4. 1003 ist einfach weg.

Heute wie damals ist vom Baden im Berger See abzuraten.


Eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Kopie - gelagert im Historischen Archiv zu Köln - benennt zwar ein Puira, aber das könnte ja auch das rheinische Buir sein. Die Buirer berufen sich auf die Nachbarschaft von Eschweiler, das in der gleichen Urkunde erwähnt wird, und werden jetzt parallel mit uns feiern. Sei es drum: "Man muss auch gönne könne", wie der Rheinländer zu sagen pflegt. ( Erinnert mich stark an die Geschichte von Villa Riba und Villa Bacho ... ).

Die Luftverschmutzung und der zunehmende Verkehrslärm hat so manche seltene Art vom Buerschen Rathaus vertrieben, die früher dort beheimatet war.


Natürlich hätten wir gerne mittelalterliche Bilder von Buer gezeigt. Hatten wir aber nicht da, und wahrscheinlich wären alle enttäuscht gewesen. Viel war hier nämlich nicht los. Ein paar Wildpferde rannten durch die Gegend und noch weniger Menschen besiedelten in einfachen Hütten und Gehöften das Land. Das Leben war äußerst einfach und sehr beschwerlich. Wer es genau wissen will, kann sich in verschiedenen Freilichtmuseen mal ein Bild von der rauhen Wirklichkeit von damals machen.

Reiter im Westerholter Busch sollten auf Überraschungen gefaßt sein.

 

Mangels authentischen Bildmaterials mussten wir also auf unsere eigenen Kreationen zurück greifen und haben unseren ganz eigenen mittelalterlichen Geist durch Buer wehen lassen.

Wir wünschen allen Einwohnern und Gästen in und um Buer ein gelungenes Festjahr mit vielen schönen Veranstaltungen. Wir werden auf jeden Fall versuchen, weiterhin zu Ihrer Unterhaltung beizutragen.

 

 

 

Das Stadtwappen im Berger Park wird von den Geistern unserer Ahnen bewundert ...

 

Einige Bilder können auch als E-Cards versandt werden. Schicken Sie Ihren Freunden einen besonderen Gruß zur 1000-Jahr-Feier:

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