Ein erfüllter Pferdetraum
Vom Pflegemädchen zur Pferdebesitzerin

Begonnen hat alles ... 
Wie es begann ...
Tiere und besonders Pferde haben es Nicole Rehberg immer schon besonders angetan. Als sie 1980 als echte GE-Resserin zur Welt kam, haben sich ihre Eltern sicherlich auch nicht träumen lassen, einmal mehrfachen vierbeinigen Familienzuwachs eines Tages gleich mitzubekommen. Der Pferdevirus fing erst ganz harmlos 8 Jahre später mit dem Longenunterricht im Resser Reiterhof an. 1 x pro Woche drehte Nicole dort ihre Runden in der Bahn. Reiterferien in Bayern folgten.
  
     
... als Pflegemädchen 
Und dann ? 
Schon bald hatte sie ihr erstes Pflegepferd "Uri". Ein 18 jähriges Schulpferd. Immerhin, im Winter 1988 ritt sie schon in der Abteilung mit und ein Jahr später startete sie ihren ersten Reiterwettbewerb. 1991 folgte das 2. Pflegepferd "Fury" und 1992/93 das 3. Pflegepferd "Mini-Cooper", auch ein Schulpferd. Alle Pferde wurden immer wieder verkauft. So liest sich das Schicksal einer Pferdepflegerin. Keines der Pferde war ihr eigenes, aber allen gehörte ihre ganze Zuneigung und Fürsorge.

Nur ein Traum ?
Endlich ein eigenes Pferd !! Wann würde denn dieser Traum Wirklichkeit werden ? 1993 dann Station 4: "Korgy", auch einem Schulpferd. Das 5. Pflegepferd, eine 4 jährige Kaltblutstute "Elfe" lebte leider nicht sehr lange. Sicherlich nicht durch Nicoles Schuld, denn ihre Schützlinge umsorgte sie immer sehr gewissenhaft und fürsorglich. Aber sie war ja schließlich nicht die Besitzerin. Also was konnte sie schon groß tun bei Krankheit oder Verkauf ? 


Es hat lange gedauert, bis Nicole mit Ihrem eigenen Pferd Vincent starten konnte. 
  

Bubi ist ein kleines As in jeder Springprüfung ...
Ein Traum wird wahr.
Ab 1995 startete Nicole immer wieder auf kleineren Turnieren und mit einer Turnierschleife kam sie fast immer in den Stall zurück .......... bloß nicht mit dem eigenen Pferd ! Immer von anderen Leute abhängig zu sein, so gut sie es mit den Pferden auch meinte und sie umsorgte....wurden die Tiere verkauft, endete auch die Pferdefreundschaft.
Das hatte 1997 endlich ein Ende. Nicole hatte das Geld, den Mut und die Unterstützung ihrer Eltern zusammen und nun wurde ein Pferd gekauft, Vincent ein russischer Trakehner. Ihr Traumpferd schlechthin. Ein bildhübscher, junger Wallach, um den Nicole sofort von den anderen Mädchen beneidet wurde. Sie selbst ritt ihn auch ein und schon bald konnte das Duo auf kleineren Turnieren und Dressuren starten. Herrlich !! Endlich unabhängig und niemandem mehr verpflichtet zu sein.....außer seinem eigenen Pferd. Und das aber täglich !!!! Einem Pferd ? 

"Springteufel" Bubi läßt es sich 
schmecken ...
Auf einmal sind es zwei !
Ach ja, da war doch noch ein Jahr später so ein kleines, furchtbar freches Pony, das zum Schlachter sollte. "Bubi". Der Name täuscht. Ein wahrer kleiner Teufel. Bestimmt kein Kinderpony, weil es biß und ausschlug. Nicole ließ sich aber nicht abschrecken, denn sie kannte seine unglaubliche Zähigkeit und seine grenzenlose Einsatzbereitschaft für seine junge Reiterin. Geirrt hat sie sich in diesem kleinen Kerl nicht. Er bescherte ihr sehr viele Turniersiege in Dressuren und Springwettbewerben. So manchen Möhrensack hat sich der kleine Bursche schon selber mit seinen Preisgeldern verdient. Sehr zur Freude seiner Besitzerin, denn der Turniersport ist nicht nur sehr zeitintensiv, sonder auch eine recht kostspielige Angelegenheit. Die Ausrüstung für Reiter und Pferd muß erst einmal angeschafft werden, dann die Nenngelder für die einzelnen Prüfungen. Da summiert sich ganz schön was übers Jahr gesehen. 

Diese Kosten wollen sehr gut überlegt sein, bevor man sich ein eigenes Pferd anschafft. Tja, das hat Nicole jetzt davon...und natürlich auch ihre Familie. Turniere an den Wochenenden, jeden Tag zum Stall, zwei Pferde versorgen, Tierarztkosten, Stallmiete, Hufschmied, Sattelpflege ............ und endlich eigene Pferde !!! Nebenbei noch eigene Kaninchen, einen eigenen Hund und zwei eigene Wellensittiche.......aber das sind doch wieder neue Geschichten. (B.S.)

- Zurück -